Chronik
Unsere Bücherei im Wandel der Zeit ...

Chronik der Bücherei

Erarbeitet von Margret Lütkebohmert



Über die genauen Anfänge der Bücherei in Reken läßt sich wenig sagen.
Die Eintragungen in Münster bei der Fachstelle des Generalvikariates gehen bis zum Anfang dieses Jahrhunderts zurück.

1911
Die ersten 10 Leser werden registriert. Die Bücherei besitzt 381 Bände zum Entleihen.
1913
Die Leserzahl steigt bis zum Ende des Jahres auf 135 an.
1914-1918
Im ersten Weltkrieg sinkt die Leserzahl wieder auf 25, wobei aber der Buchbestand auf 540 Bände wächst.
1919-1923
Es gibt keine Eintragungen
1924-1937
Während der Buchbestand mit 880 Bänden einen neuen Höchststand erreicht, sind es nur 41 Leser, die davon profitieren.
1938-1945
Es gibt wiederum keine Eintragungen.
1946-1949
Sechs ehrenamtliche Kümmern sich um die Bücherei. Sie betreuen mittlerweile 343 Leser und verwalten 1257 Buchbände.
In dieser Zeit führt Frl. Steinhäuser, die damalige Pfarrsekretärin und Religionslehrerin, die Bücherei.
Sie befindet sich im vorderen Teil der Kaplanei hinterm Krankenhaus (jetzt Altenheim). Es gibt nur einen kleinen Raum, in dem sich auch die Jugend zu Gruppenstunden trifft.
1950-1956
Maria Wilkes aus dem Oberdorf - jetzt Fr. Derichs, wohnhaft in Mönchengladbach - übernimmt die Leitung der Bücherei. Sie kennt den Inhalt der Bücher sehr genau, damit sie jedem Leser etwas empfehlen kann. Der Leser hat noch nicht die Möglichkeit der Selbstbedienung.
Die Bücherei öffnet nur sonntags nach dem Kindergottesdienst bis zum Mittag.
Der Buchbestand steigt auf 2000 Bände an.
1957
1957 Die Lehrerin, Frl. Graute, übernimmt für ein Jahr die Leitung. Sie wird dann aber versetzt.
1958
Frau Hildegard Ehlker wird für kurze Zeit Leiterin der Bücherei. Obwohl sie die Leitungsfunktion abgibt, bleibt sie noch einige Jahre Mitarbeiterin im Büchereiteam. (Fr. Ehlker ist am 22. Aug. 1998 im Alter v. 66 Jahren verstorben.)
1959-1975
Frau Maria Holthausen, von vielen "Mutter Oberdorf" genannt, hat das Sagen in der Bücherei. Sie bleibt Jahrzehnte der Bücherei treu und führt in dieser Zeit den ersten Umzug durch.
Mitte der 60er Jahre
Der erste Umzug:
Die Bücherei zieht von der Kaplanei in den Anbau des Pfarrhauses (jetzt Meditationsraum), die Ausleihzahlen steigen stetig.
Die Bücherei öffnet an zwei Wochentagen für insgesamt 3 Stunden.
Es gibt immer mehr Bücher zu verwalten: 1974 sind es 2690 Bände, die Platz benötigen. Der Raum ist schon wieder zu klein...
1975
Zweiter Umzug:
Die Bücherei findet in den unteren Räumen des alten Amtsgebäudes (jetzt Jugendheim) an der Hauptstraße ein neues Zuhause.
1975-1980
Karl-Heinz Attermeyer übernimmt die Leitung. Ihm zur Seite stehen 8 Helfer und Helferinnen.
Durch besondere Aktionen z.B. "Bücher für alle - Aufräumen im privaten Bücherschrank" wird der Buchbestand erweitert. 1977 stehen 3084 Bände im Regal. 410 Leser nutzen die Bücherei.
Die ersten Tonträger (Kassetten) werden angeschafft.
1980-1982
Frau Anni Winkelmann - jetzt Fr. Brillert, wohnhaft in Gescher - übernimmt die Leitung. Sie gehört schön längere Zeit zum Mitarbeiterteam und ist dadurch mit dem Büchereiwesen vertraut.
1982
Franz-Josef Lauer wird mit der Büchereileitung beauftragt.
Ihm zur Seite steht anfangs Frau Elisabeth Blenker, die als Dipl. Bibl. alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in einem sogenannten "Basis 12"-Kursus schult. Sie überarbeitet den alten Buchbestand und gibt sehr viele positive und fachliche Impulse an das Büchereiteam weiter. Die Bücherei ist jetzt an drei Wochentagen mit insgesamt 5 Stunden geöffnet.
1984
Dritter Umzug:
Die Bücherei bekommt im neuen Pfarrheim die Kellerräume zugesprochen.
Die Ausstattung der Räume bringt viel Arbeit mit sich. Ehrenamtliche Helfer übernehmen die Vertäfelung der Wände und Decken.
1988
Das Rekener Büchereisystem entsteht.
Die St. Heinrich Bücherei wird Stützpunktbücherei, was eine Vernetzung und Kooperation aller Rekener Büchereien bedeutet.
Das erlaubt jedem Leser in jeder Bücherei Medien auszuleihen. Der Leseausweis gilt für alle Büchereien am Ort.
Als Stützpunktbücherei muß St. Heinrich besonders seinen Sachbuchbereich ausbauen und immer aktualisieren, weil sie die drei anderen Büchereien mit Blockausleihen beliefert.
Das System verlangt die Zusammenarbeit der Leiter und Leiterinnen, um fachliche Absprachen zu treffen, Aktionen für Öffentlichkeitsarbeit zu planen und Etatentwürfe zu entwickeln.
In den Leiterrunden führt Franz-Josef Lauer den Vorsitz.
1995
Zum ersten Mal können auch Zeitschriften und Videos ausgeliehen werden.
20 ehrenamtliche Helfer und Helferinnen kümmern um 1300 Leser.
1996
Eine weitere Bücherei, die Kindergartenbücherei, wird ins Leben gerufen.
Sie ist sozusagen eine Außenstelle der Pfarrbücherei. Den Kindern, Eltern und Messvorbereitungsgruppen stehen hier 2000 Medien zur Verfügung.
Die Leitung übernimmt Margret Lütkebohmert.
1996/1997
In unzähligen Arbeitsstunden gibt das Büchereiteam alle Medien in den Computer ein, weil in Zukunft der PC die Arbeit erleichtern soll.
Durch einen Computer-Absturz wird das Team in seiner Arbeit weit zurückgeworfen: ca. 2500 Datensätze sind verloren und müssen neu eingegeben werden.
Januar 1998
Jeder Leser, jede Leserin bekommt einen Leseausweis mit.
Die Ausleihe mit dem Computer kann beginnen.
Neue Umzugspläne entstehen. Der Keller faßt nicht mehr die Menge der 9000 Medien. Außerdem sind die Kellerräume schwer zugänglich und längst nicht mehr leserfreundlich, will alles zu eng wird. Mitte des Jahres steht es fest. Die Bücherei zieht um.
In Zusammenarbeit mit der politischen Gemeinde wird eine Lösung gefunden, die hoffentlich lange Gültigkeit hat: Das umgebaute Lehrschwimmbecken der Overbergschule soll neue Heimat der Bücherei werden.
Die politische Gemeinde und die Pfarrgemeinde teilen sich die Umbaukosten.
November 1998
Der vierte Umzug:
21 Vereine und Institutionen werden um Hilfe gebeten und zur großen Überraschung des Team kommen ca. 6o Freiwillige, die mit anpacken.
Auf vielen Regalen präsentieren sich jetzt 10.000 Medien übersichtlich und ansprechend für alle Leser.
Weitere Neuheiten. Lesercafè, Ruheecken, Spiel- und Kuschelecke für die Kleinen.
Die Bücherei ist an allen 7 Wochentagen geöffnet - insgesamt 16 Stunden!
19. November 1998
Feierliche Übergabe der Räume von der politischen Gemeinde an die Kirchengemeinde und Einweihung der neuen Bücherei durch Pastor Schönherr finden statt.
21./22. November 1998
Buchausstellung und Tag der offenen Tür - Besichtigung für jedermann.
Bilderausstellung von Frau Edith Micansky.
20./21. November 1999
Buchausstellung und Internet-Präsentation.
Die Bücherei stellt ab sofort einen Internet-Rechner für die Öffentlichkeit zur Verfügung, an dem gegen eine Gebühr "gesurft" werden kann. Außerdem sind nun alle Rekener Bibliotheken unter der Domain "www.buecherei-reken.de" im Web zu finden. Bilderausstellung von Frau Susanne Höffkes.
25./26. November 2000
Buch- & Bilderausstellung
Alljährliche Buchausstellung, in diesem Jahr mit Gemälden der Rekener Künstlerin Ulrike Benson. Preisverleihung an die Teilnehmer/innen des Quiz zur Asterix-Ausstellung vom Sommer 2000.
24. Januar 2001
Die Bücherei-Mitarbeiter/innen feiern die bestandene Prüfung von Margret Lütkebohmert zur kirchlichen Bücherei-Assistentin. Zusammen mit Ulrike Große-Siestrup, von Beruf Diplom-Bibliothekarin, steht uns nun ein "dynamisches Duo" für alle Belange des Bibliothek-Managements zur Seite - ehrenamtlich!
25. November 2001
Buchausstellung 2001. Erstmals seit Jahren an einem Tag mit Frühstück für die ganze Familie und Aktionsprogramm für die Kinder.
Außerdem Bilderausstellung (seit 21.10.01) mit Werken von Korinna Hüfner, Reken.